… noch eine Möglichkeit geben, diese Saison noch mal in See zu stechen, oder?
Moin, leewe Maaten!
Ich wälze meinen Kalender rauf und runter. Schon seit Wochen.

Es ist so viel Unerwartetes dazwischen gekommen in diesem Sommer: vor allem meine rebellierende Gallenblase mit den beiden fetten Steinen drin. Die ist inzwischen, nach gründlichen und ebenso langwierigen Vorbereitungen entnommen worden und mir geht es wieder bestens. Dann starben zwei Freunde und der Abschied von ihnen samt Bestattung war sehr wichtig, „kostete“ aber auch wieder zwei weitere Sommerwochen. Das ist dann eben so und es ist auch gut so, dass wir nicht alles planen können.
Jetzt kommen noch die Einschulung des Enkels (welcher Opa wollte da fehlen?!) und am Sonntag das legendäre Missionsfest in Schlußdorf im Teufelsmoor. Da habe ich immer im Posaunenchor mitgeblasen und das will ich auch dieses Mal wieder tun. Es ist schließlich das letzte Missionsfest im Teufelsmoor und es muss erhalten bleiben. Danach, so meine Planung, sollte die „Brise“ wieder aktiviert werden. „Unverzüglich“ – wie einst ein gewisser Herr Schabowski mit ungeahnt großer Wirkung sagte. Bei mir aber bleibt es erst mal ohne große Wirkung. Warum? Na, erstens hat Bestmann Werner bis Mittwoch wichtigen Besuch und ich habe am Mittwochabend das legendäre Eis-Essen des Posaunenchores in Worpswede. Da will ich dabei sein. Und den Montag drauf ist dann schon wieder die nächste Spritze ins Auge terminiert, zwei Tage später die Kontrolluntersuchung. Es zerhackt einfach alles. Dann kommen noch andere Termine, auch bei den Seenotrettern und der September zieht ins Land – mit all seinen Spinnweben an Bord und den frostigen Nächsten. Die machen mir nichts aus, sind besser als tropische Nächte im Hochsommer. Die mögliche Lösung: Erstens fahre ich einfach alleine los. Erst mal. Bis Werner dazustoßen kann. Zweitens bleibe ich im Unterweserbereich, lege das Boot mal irgendwo in einen günstigen Hafen und nehme dann (unter Abholung und Zurückbringung, wenn das möglich ist) besagte Termine wahr. Ziemlich viel Organsiation, und Neuwerk werde ich so auch nicht mehr schaffen diese Saison. Aber immerhin mal einen Schlag aufkreuzen, alles testen, was ich verbaut habe. Und da kommt jetzt auch noch der Pinnenpilot dazu, der heute in der Post sein soll. Es muss doch noch was gehen… und wenn auch nur unter solchen Kompromissen. Schaut mal öfters rein hier, dann werdet Ihr’s erfahren!
Euer „Kommodore“ Holger


Aktuelle Planung (bis wieder neue Hindernisse auftauchen):
Durch die Schleuse am Mittwoch, Festmachen am Steg beim Podderverein (Hamme-Forum). Donnerstag dann los und Samstag wieder zurück. Denn Sonntag ist Freilichtbühne mit Enkeln angesagt. Pippi Langstrumpf. Muss Opa dabei sein. Montag: Augenspritze und Mittwoch Kontrollbesuch beim Augenarzt. Dann sehen wir weiter…
Es ist schon zum Mäusemelken diese Saison…
Da mir jetzt noch ein älterer, dafür preiswerter Pinnenpilot über den Weg gelaufen kam, will ich den noch installieren, ehe ich ggf. solo auf Törn gehe. Das ist von Vorteil, beim Segelsetzen, Nahrung zu sich nehmen oder von sich geben. Wenn alles gut eingestellt ist, fährt der Kahn dann solide seinen Kurs ab. Aber die Installation braucht noch einen elektrischen Anschluss und die passenden Befestigungen auf Ducht und an der Pinne. Das braucht noch einen Tag und mindestens einen Baumarktbesuch. Und am Mittwoch ist noch abendliches Eis-Essen mit dem Posaunenchor. Muss ich dabei sein, unbedingt.

