
(29.9.26) Ich kann mich nicht erinnern, den Mast eines meiner Schiffe schon mal so früh oder bei so sommerlichem Wetter je gelegt zu haben. Zahlenspiel: Am 29. bei 29 Grad im Schatten! Aber es war und bleibt eine außergewöhnliche Saison – bis zum nahen Ende! Ein neues Boot, und dann gerade mal zwei Wochenenden damit auf Tour gegangen! Der größere Törn blieb leider aus, ganz anders als geplant. Und Gründe dafür gibt es reichlich. Vom Urlaub ohne Boot (auf Wunsch der Ehefrau) bis zu den fetten Gallensteinen, die erst Probleme machten und dann den Zeitplan des Sommers ziemlich durcheinander warfen. Und dann starben noch zwei enge Freunde von mir, als ich gerade wieder den Kalender nach segelbaren Lücken zu durchforsten begann.
Und jetzt, wo es auch noch für ein paar Tage durchaus ginge, da starten meine Kurse wieder durch. Und von Bord aus kann ich nicht so gut Unterricht geben, da fehlen Platz und Technik.


Also haben Werner und ich mal eben angepackt und die „Brise“ kranfertig gemacht. Das geht ja wirklich viel schneller als bei der Drallen Deern. Was eine gute Nachricht ist. Und auch im Winter warten weit weniger Unterhaltungsarbeiten bei der „Brise“. Die zweite gute Nachricht. Aber es wird noch Zeit für einen kleinen Motor-Törn hammeaufwärts bis Melchers Hütte oder gar bis Hammehütte Neu-Helgoland sein. Schön essen dort, und dann – mit Sondergenehmigung für Anlieger – die obere Hamme wieder zurück zum ESV. Jetzt aber beschäftigen mich erst mal diese Kandidaten:

Knoten-Treff als Vorbereitung für die praktische Prüfung für den Sportbootführerschein. Das kann man zwar auch allein zuhause und nach Lehrbuch üben, aber so geht’s besser und ist zudem noch sehr unterhaltsam. Auch das Prüfungsboot wird vorgestellt samt Prüfungsrevier und Struktur der Prüfungsfahrten. Das baut auch etwas die Ängste der Kandidaten ab.
Nachtrag:
Inzwischen haben alle vierzehn angetretenen Kandidaten ihre praktische Prüfung SBF-See bestanden! Die Quote bleibt bei 100 Prozent! Ich bin auch ein wenig stolz darauf, vor allem, weil der Prüfer richtig zufrieden war mit dem Leistungsstand der Truppe.

