23.4.26 Der Countdown läuft

(Donnerstag, 23.4.26)

Der Tag der Arbeit ist angepeilt. Tide ist günstig und die neuen Eigner von Dralle Deern und Brise wollen auf ihren ersten Törn mit dem neuen Boot starten.

Der Countdown beginnt eine Woche vorher, und mit diesem ersten Blog. Alle Umbauten und Winterarbeiten sind erledigt, der Mast ist gestellt und die Segel sind angeschlagen. Der neue Motor ist an der Halterung verschraubt und springt gut an. Sprit ist auch schon genug im Tank. Dorit hat neue Gardinen ist maritimem Blau genäht und angebracht, eine Baumpersenning für das Großsegel ist bestellt und kommt hoffentlich noch rechtzeitig vor dem Ablegen.

Gestern habe ich erstmals ein kurzes Probeliegen in der Mittagszeit gewagt und wäre auch prompt fast dabei eingeschlafen. Liegen und Ruhen geht schon mal. Und Bestmann Werner hat, trotz dringender Familientermine, noch zwei Tage freigeräumt, um mit dabei sein zu können. Auf der Drallen Deern fahren Tobias und Ralf. Verabredet ist, dass wir die Hafenzeiten zur Auftakelung und weiteren Erklärung der Drallen Deern nutzen wollen und die Fahrzeiten dann zu praktischen Erprobung. Wir segeln dicht beieinander und sind über Funk miteinander verbunden. So der Plan. Sollte auch funktonieren. Ich schleppe jetzt schon langsam Klamotten an Bord, das Wichtigsten zuerst: Ölzeug und Rettungweste. Man muss auch immer sehen, wo man was stauen kann. Der Platz ist beschränkt und alles soll auch entsprechend schnell zugänglich sein.

Bestmann Werner, Meister der übergroßen unverstaubaren Sporttaschen, sucht auch schon nach neuen Möglichkeiten, möglichst viele Pullover auf kleinstem Raum zu stauen. Das sind eben die speziellen Herausforderungen eines Seezwerges wie der Leisure 17. Aber jeder hat hinter seinem Kopfteil der Koje eine Hundekoje, wo man auch extrem lange Sporttaschen reinschieben könnte. Anders auf der Drallen Deern. Da baut Tobias in Heimarbeit und unter Zuhilfenahme von zwei Bierkästen noch eine weitere Koje, damit auch mal drei Leute auf der Drallen Deern schlafen können. Zusätzlicher Vorteil: die Bierkästen rutschen nicht im Seegang.

Also, bleibt am Ball, denn der Countdown läuft…

So, neues Ladegerät ist angeklebt und lädt auch über Kopf.. Und in der Hundekoje (was sich so nennt) darunter habe ich die Tasche mit meinem Ölzeug und Rettungsweste plaziert. Jederzeit gut zugänglich, wenn die Tropfen von oben oder von vorn (Gischt) kommen…

  • Rungen zum Slippen

    Nun hat die „Brise“ sein ein paar Tagen ihren schönen Platz in der Bootshalle gefunden und ich habe schon mal Werkzeug und Farben rausgebracht. Viel ist nicht zu tun in diesem Winter,…

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  • Der Kran kommt!

    Und die Saison 2026 ist schon wieder vorbei. Aber da alles gut vorbereitet war und die „Brise“ im Vergleich zur alten „Drallen Deern“ ja wirklich nur ein Leichtgewicht ist, ging alles auch…

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  • Finales Saisonende-Mastlegen und Prüfung SBF-See erfolgreich

    (29.9.26) Ich kann mich nicht erinnern, den Mast eines meiner Schiffe schon mal so früh oder bei so sommerlichem Wetter je gelegt zu haben. Zahlenspiel: Am 29. bei 29 Grad im Schatten!…

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Moin tosamen!

Hier kannst du mit uns auf Reisen gehen. „Uns“? Ich darf „uns“ wohl erst mal vorstellen:

Kommodore und Bestmann nehmen Dich mit an Bord!

Der Skipper heißt mit richtigem Namen Holger. Der „Kommodore“ haftet ihm noch aus den Jahrzehnten als Jugendwart mit großer Jollenflotte an. Holger ist Skipper, Fotograf, Texter und Erschaffer dieser Webseite. Heute sagt man dazu wohl auch „Content Creator„. Sei’s drum. Wir bleiben lieber beim Deutsch.

Und unten, das ist Bestmann Werner. Ein Bestmann ist ja in der Seefahrt der Chef an Deck, was der Polier auf der Baustelle ist. Er kann auch mal den Chef vertreten, weiß, wie der (See-)Hase läuft und ist Meister im Ankerwurf.

Zu seinen speziellen Aufgaben gehört das Ausbringen der Fender vorm Anlegen, die er gekonnt mit Webeleinsteks sichert. Und er ist für Kochen und Abwasch zuständig, wenn denn mal an Bord gegessen wird. Und vor allem kräftigen Ostfriesentee muss er kochen können. Für den Skipper, den den rund um die Uhr braucht bei den zahllosen Stunden an Pinne und Schot.

Bordhunde hatten wir auch immer, aber leider sind sie inzwischen alle den Weg über den Regenbogen gegangen. Letztes Jahr unsere „Jette“, deren letzter Hafen noch einmal Rechtenfleth war. Nun soll es keine Hunde mehr geben, meint die bessere Hälfte vom Skipper und inzwischen hat auch er sich damit abgefunden. Und das, obwohl die „BRISE“ nun wieder eine „Hundekoje“ hat. Ob Bestmann Werner und der Kommodore mit den beiden schmalen Kojen klarkommen, das wird sich weisen…


„Kommodore“ Holger hat schon viele Boote gehabt und durchs Watt gesegelt. Seit rund sechzig Jahren. Viele Jollen, aber auch Jollenkreuzer, Kleinkreuzer, auch mal einen Motorsegler und zuletzt auch ein holländisches Plattbodenschiff vom Typ „Grundel“ und mit dem schönen Namen „Dralle Deern“. Die hat er jetzt aus mehreren Gründen weitergereicht: Zum einen gingen ihm die kompetenten Mitsegler aus und zum anderen wurde ihm selbst die mit reichlich Körpereinsatz zu segelnde „Dralle Deern“ zu anstrengend auf Dauer.Und da der Kommodore gelegentlich für rasche Entscheidungen und harte Schnitte bekannt ist, wurde am Ende der letzten Saison der Übergang auf Leisure 17 „Brise“ beschlossen. Von 8m auf 5m und von 5t auf 0,7t…