Logbücher

29.4.26 Einkaufen und Stauen

Donnerstag. Tag vor dem ersten Törn. Habe eben noch eine weitere Törnvariante verfasst und an die Mitsegler geschickt. Zur eigenen Vorbereitung und zum Abwägen, welche wir am Ende nehmen wollen.

Das Wetter ist kaum besser zu bekommen – laut Prognose. Selbst Windstärke und -richtung scheinen optimal auf uns zu warten. Jeden Tag habe ich jetzt schon Sachen an Bord gebracht – und gestaut! Bei so einem kleinen Schiff genügt es nämlich nicht (mehr), die Sache einfach irgendwo in die Kajüte zu stellen, um sie dann während des Törns hier oder dort zu verstauen: hier muss unmittelbar nach Einbringung gestaut werden, weil man sonst in die Kajüte gar nicht mehr rein kommt! Aber das sorgt ja auch irgendwie für eine Grundordnung, weil man sonst irgendwie untergeht. Also jetzt gleich noch Lebensmittel holen, meine Klamotten von den Socken bis zum Notebook einladen und alles rausbringen zu Boot- und stauen. Da werde ich wohl doch mal das Auto nehmen, denn beim Roller wird der Stauraum knapp bei all dem Zeugs.

Vor dem Stauen
Nach dem Stauen

Gestern war ich noch auf eine Klönschnack zu meinen Lieblings-Schleusern Marco und Peter auf der Ritterhuder Schleuse. Im Sonnenschein schnackten wir den ganzen Küstenschnack durch und klärten unsere Durchschleusung. Marco hat früher beim Vorvoreigner der Drallen Deern, Adolf mit Namen, immer ganz viel mit angepackt bei dem schweren Boot. Z.B. im Winter das Ruder ausgehängt oder die Schwerter abgenommen. Er konnte gut nachvollziehen, dass mir das alles im Alter etwas zu schwer (im Sinne von Gewicht) wird.

So, schnell noch ein paar Screenshots von der elektronischen Seekarte, verbunden mit unseren Etappenzielen für das Wochenende:



Einfahrt ins Absersiel verpasst, an der falschen Seite der Pricke entlang gefahren.
„Rettung“ erfolgt nachts beim nächsten Hochwasser!
28.4.26  Kurz durchschnaufen…

28.4.26 Kurz durchschnaufen…

…und dann wieder die Merkliste für Freitag führen.

Durchschnaufen, weil ich am Wochenende sechsundreißig Kandidaten für Sportbootführerschein See das Bootfahren für die Prüfungsfahrt beigebracht und am Sonntag dann mit dem Prüfer zusammen die Prüfungen gefahren habe. Alle Kandidaten haben bestanden, und ich hab einen Sonnenbrand. Jetzt ist das Kurs-Frühjahrsprogramm erfolgreich vollendet worden und ich kann mich um meine BRISE-Programm kümmern. Der neue Schlafsack ist bereits an Bord, die Kamera habe ich auch gepackt samt Ersatzakku. Vielleicht treibe ich im Baumarkt noch eine kleine provisorisch zu nutzende Plane auf, die über den Großbaum in Höhe des Niederganges gespannt wird. Dann kann man offen lassen und ist vor Regen und Sonne geschützt. Später soll das dann mal eine passende Plane aus passendem Material werden, aber bis Freitag kriege ich das nicht mehr hin.

„Mal eben“ zum Boot – das mache ich täglich. Und irgendwas ist immer. So auch heute Nachmittag: Im Ankerkasten war der Wasserablauf dicht. Die Leinen schwammen. Eben durchgepiekst und schon lief es wieder ab. Dann die Rollfock noch mal getestet – mit Fockschot. Und siehe da: ich hatte einen Denkfehler beim Aufziehen gemacht. Denn wenn man sie beim Aufziehen mit der Fockschot ausrollt, rollt gleichzeitig die Einroll-Leine unten in ihr Gehäuse. Das muss dann so passen, dass man beim Einrollen noch zwei, drei Umdrehungen auf der Trommel hat, wenn die Fock wieder „drin“ ist. Hat sie jetzt. Und dann nervte mich das 25m lange Landstromkabel und ich beschloss, noch ein kurzes von 10m Länge für den Steg zu konfektionieren. Also zum Baumarkt und Kabel und CEE-Stecker / Buchse besorgt. Ist nun auch fertig und bleibt dann immer am heimischen Liegeplatz beim Ablegen.

Bleiben noch ein paar Kleinigkeiten auf der Merkliste für Freitag, vom Schlafanzug (Luxus) bis zum Notebook, auf dem ich gerade tippe und vom Brot bis zum Alsterwasser. Einen kleinen Heißwasserbereiter für 230V habe ich auch noch besorgt – wenn Landstrom da ist. Damit spart man doch eine Menge Gas beim Teewasser. Also, noch mal kurz Durchschnaufen, überlegen und in die Liste schauen, und dann geht’s bald auch schon los…

  • Arnis Tag 10

    Leider wider Erwarten letzter Tag des Urlaubs! Warum? Moin, gerade kommen wir aus Schleswig zurück. Dorit hat mich dort vom Krankenhaus abgeholt, wo ich den zweiten Teil der Nacht verbracht hatte. Alles begann gestern am frühen Abend: Ich bekam immer stärker werdende Schmerzen…

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  • Arnis Tag 9

    Warten auf den Wetterumschwung. Es ist noch kühl und bedeckt. Aber immerhin ist der starke Wind verschwunden. Und ab Mittag soll man auch die Sonne mal sehen können und die ganze Tendenz gestaltet sich positiv – sagt die Wetter-App. Wird auch Zeit, denn…

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27.4.26 Bestellungen / Last Orders

Freitag, 24.4.26

Wasserkocher bestellt. Nicht ganz so wichtig, aber bei Landstrom hilfreich und spart Gas-Kartuschen. Und ein Wasserkanister fehlt auch noch. Aber da will ich mal ein 3 Liter-Gebinde von REWE holen, das ich dann immer wieder auffüllen kann. So der Plan.

Und dennoch braucht man ja einen Wasserkessel, falls man mal keinen Landstrom hat. Da war es günstiger, gleich ein komplettes Camping-Set zu bestellen, was man so schön ineinander stapeln kann. Hatten wir früher mindestens einmal alles und irgendwo ist es dann geblieben bei irgendeinem Umzug oder Bootstausch. Es wird langsam konkreter bezüglich dessen, was noch an wichtigen Kleinigkeiten im Bereich „Food and Drinks“ an Bord sein muss. Heute kommt der neue Schlafsack. Übergröße, für bequemeres Umdrehen im Schlaf. Die Koje ist eh schmal genug…

23.4.26 Der Countdown läuft

(Donnerstag, 23.4.26)

Der Tag der Arbeit ist angepeilt. Tide ist günstig und die neuen Eigner von Dralle Deern und Brise wollen auf ihren ersten Törn mit dem neuen Boot starten.

Der Countdown beginnt eine Woche vorher, und mit diesem ersten Blog. Alle Umbauten und Winterarbeiten sind erledigt, der Mast ist gestellt und die Segel sind angeschlagen. Der neue Motor ist an der Halterung verschraubt und springt gut an. Sprit ist auch schon genug im Tank. Dorit hat neue Gardinen ist maritimem Blau genäht und angebracht, eine Baumpersenning für das Großsegel ist bestellt und kommt hoffentlich noch rechtzeitig vor dem Ablegen.

Gestern habe ich erstmals ein kurzes Probeliegen in der Mittagszeit gewagt und wäre auch prompt fast dabei eingeschlafen. Liegen und Ruhen geht schon mal. Und Bestmann Werner hat, trotz dringender Familientermine, noch zwei Tage freigeräumt, um mit dabei sein zu können. Auf der Drallen Deern fahren Tobias und Ralf. Verabredet ist, dass wir die Hafenzeiten zur Auftakelung und weiteren Erklärung der Drallen Deern nutzen wollen und die Fahrzeiten dann zu praktischen Erprobung. Wir segeln dicht beieinander und sind über Funk miteinander verbunden. So der Plan. Sollte auch funktonieren. Ich schleppe jetzt schon langsam Klamotten an Bord, das Wichtigsten zuerst: Ölzeug und Rettungweste. Man muss auch immer sehen, wo man was stauen kann. Der Platz ist beschränkt und alles soll auch entsprechend schnell zugänglich sein.

Bestmann Werner, Meister der übergroßen unverstaubaren Sporttaschen, sucht auch schon nach neuen Möglichkeiten, möglichst viele Pullover auf kleinstem Raum zu stauen. Das sind eben die speziellen Herausforderungen eines Seezwerges wie der Leisure 17. Aber jeder hat hinter seinem Kopfteil der Koje eine Hundekoje, wo man auch extrem lange Sporttaschen reinschieben könnte. Anders auf der Drallen Deern. Da baut Tobias in Heimarbeit und unter Zuhilfenahme von zwei Bierkästen noch eine weitere Koje, damit auch mal drei Leute auf der Drallen Deern schlafen können. Zusätzlicher Vorteil: die Bierkästen rutschen nicht im Seegang.

Also, bleibt am Ball, denn der Countdown läuft…

So, neues Ladegerät ist angeklebt und lädt auch über Kopf.. Und in der Hundekoje (was sich so nennt) darunter habe ich die Tasche mit meinem Ölzeug und Rettungsweste plaziert. Jederzeit gut zugänglich, wenn die Tropfen von oben oder von vorn (Gischt) kommen…

  • Arnis Tag 10

    Leider wider Erwarten letzter Tag des Urlaubs! Warum? Moin, gerade kommen wir aus Schleswig zurück. Dorit hat mich dort vom Krankenhaus abgeholt, wo ich den zweiten Teil der Nacht verbracht hatte. Alles…

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  • Arnis Tag 9

    Warten auf den Wetterumschwung. Es ist noch kühl und bedeckt. Aber immerhin ist der starke Wind verschwunden. Und ab Mittag soll man auch die Sonne mal sehen können und die ganze Tendenz…

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  • Arnis Tag 8

    Beim Folkeboot fällt auf, dass beim Kranen an einem einzigen, zentralen Punkt angepickt und hochgezogen wird. Es hängt dabei voll in der Waage. Erstaunlich, wenn man bedenkt, welche Kräfte da an dem…

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Moin tosamen!

Hier kannst du mit uns auf Reisen gehen. „Uns“? Ich darf „uns“ wohl erst mal vorstellen:

Kommodore und Bestmann nehmen Dich mit an Bord!

Der Skipper heißt mit richtigem Namen Holger. Der „Kommodore“ haftet ihm noch aus den Jahrzehnten als Jugendwart mit großer Jollenflotte an. Holger ist Skipper, Fotograf, Texter und Erschaffer dieser Webseite. Heute sagt man dazu wohl auch „Content Creator„. Sei’s drum. Wir bleiben lieber beim Deutsch.

Und unten, das ist Bestmann Werner. Ein Bestmann ist ja in der Seefahrt der Chef an Deck, was der Polier auf der Baustelle ist. Er kann auch mal den Chef vertreten, weiß, wie der (See-)Hase läuft und ist Meister im Ankerwurf.

Zu seinen speziellen Aufgaben gehört das Ausbringen der Fender vorm Anlegen, die er gekonnt mit Webeleinsteks sichert. Und er ist für Kochen und Abwasch zuständig, wenn denn mal an Bord gegessen wird. Und vor allem kräftigen Ostfriesentee muss er kochen können. Für den Skipper, den den rund um die Uhr braucht bei den zahllosen Stunden an Pinne und Schot.

Bordhunde hatten wir auch immer, aber leider sind sie inzwischen alle den Weg über den Regenbogen gegangen. Letztes Jahr unsere „Jette“, deren letzter Hafen noch einmal Rechtenfleth war. Nun soll es keine Hunde mehr geben, meint die bessere Hälfte vom Skipper und inzwischen hat auch er sich damit abgefunden. Und das, obwohl die „BRISE“ nun wieder eine „Hundekoje“ hat. Ob Bestmann Werner und der Kommodore mit den beiden schmalen Kojen klarkommen, das wird sich weisen…


„Kommodore“ Holger hat schon viele Boote gehabt und durchs Watt gesegelt. Seit rund sechzig Jahren. Viele Jollen, aber auch Jollenkreuzer, Kleinkreuzer, auch mal einen Motorsegler und zuletzt auch ein holländisches Plattbodenschiff vom Typ „Grundel“ und mit dem schönen Namen „Dralle Deern“. Die hat er jetzt aus mehreren Gründen weitergereicht: Zum einen gingen ihm die kompetenten Mitsegler aus und zum anderen wurde ihm selbst die mit reichlich Körpereinsatz zu segelnde „Dralle Deern“ zu anstrengend auf Dauer.Und da der Kommodore gelegentlich für rasche Entscheidungen und harte Schnitte bekannt ist, wurde am Ende der letzten Saison der Übergang auf Leisure 17 „Brise“ beschlossen. Von 8m auf 5m und von 5t auf 0,7t…